Unterwasserfotografie
Gemeinsam mit meinem Partner Jannis, der ebenfalls ein talentierter Foto- und Videograf ist, unternehme ich immer wieder Reisen. Zugegeben, ist er der Planer dabei. Ich versuche nur in den richtigen Flieger zu steigen und nicht zu viel Geld in den Souvenirshops auszugeben.
Da wir beide seit unserer Kindheit tauchen, gehört das natürlich fest mit dazu. Dabei ist er derjenige, der schon lange auch Unterwasser fotografiert und mich mit ins Boot geholt hat.
Von uns beiden bin ich definitiv diejenige, die lieber die bunten Riffe, Schildkröten oder den Sonnenuntergang fotografiert, während Jannis die komplizierteren Tauchgänge zu Wracks oder Haien macht. Ich habe es zwar ausprobiert, bleibe aber mittlerweile lieber weiter oben bei den bunten Fischen und der Sonne.
Die Unterwasserfotografie ist ein sehr spezieller Bereich der Fotografie. Das meiste, was man Überwasser gelernt hat, muss man Unterwasser neu lernen. Man braucht andere Kameraeinstellungen, ganz anderes Equipment und muss dann auch noch aufpassen, nicht ins etwas giftiges zu schwimmen oder wie ein Luftballon nach oben zu sausen (Haie sind tatsächlich meistens das kleinste Problem). Dazu kommt, dass man sehr anders reist. Das Kameraequipment, was wir natürlich doppelt dabei haben, ist schwer. Bei unserer ersten Reise nach Thailand waren es insgesamt etwa 80 Kg, was wir ziemlich exakt abwiegen müssen. Bei unserem letzten Ägypten Urlaub waren es schon über 90 Kilo. Dazu kommt, dass wir an eigentlich jedem Sicherheitscheck rausgezogen werden. Einmal haben sie uns sogar zu einem der Sicherheitschefs einer Airline geschickt, der uns befragt hat, warum wir 35 Lithium-Akkus dabei haben.
Es entstehen also immer lustige Geschichten.
Aber das alles ist den Aufwand auch irgendwie wert. Ich hätte trotzdem nichts dagegen, wenn die Kamerasachen ein paar Kilo leichter wären.
Eine Meeresschildkröte beim Luftholen im Sonnenuntergang über dem Riffdach in Ägypten.


Das Vassilios T. Wrack in Kroatien. Ein 105 Meter langes Schiffswrack, was vor der Insel Vis gesunken ist und zwischen 30-50 Meter Tiefe liegt. Auf dem BIld sieht man Jannis, wie er vor der Brücke schwebt.
Eine Gehirnkoralle im Sonnenuntergang auf den Malediven. Für mich ein sehr besonderer Urlaub, da dort einige meiner lieblings-Motivideen entstanden sind.


Jannis ist besonders gut im Bereich Makro-Fotografie. Das bedeutet sehr kleine Dinge groß aufzunehmen. Während ich also schone Schildkröten oder Rochen beobachte, liegt Jannis irgendwo im Seegras oder am Riff und fotografiert winzige Fische und Schnecken.